Programs

– 2023/24 –
MODERN STRING QUARTET presents
Warhol 15 Minutes of Fame in 15 Polaroids

ein Antimusical

The story of people all yearning to be loved and famous almost seems like a preview of our social media era. Its roots can be found in Andy Warhol’s dream of a future society where everyone would be famous for 15 minutes. The Modern String Quartet celebrates its 40th anniversary with this self-composed stage work.

Andy Warhol was nearly murdered when Valerie Solanas shot him three times in the chest. Miraculously, he survived and remarked that it was just art. This musical trip portrays longing and suffering, greatness and downfall through art.

New York City: The center of the world oscillates between Studio 54 and Andy Warhol’s Factory. Marilyn Monroe, Lou Reed, Henry Geldzahler, and Divine—all manifest themselves in the last grand night of the 70s at the Factory, celebrating Andy’s 40th birthday with him. Yet the lights of the night already cast long shadows over the legends of their time. A balancing act between avant-garde and evergreen. Modern music is paired with American music from the 1960s and 1970s. Different styles proliferate imaginatively and are shamelessly mixed.

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– 2023/24 –
MODERN STRING QUARTET presents
PICTURES AT A NEW EXHIBITION
MUSSORGSKY framed in Jazz

When listening to Modest Mussorgsky’s “Pictures at an Exhibition” for the first time you can be intensively absorbed by this brilliant music. Planned as a requiem honoring the painter Victor Hartmann, this series of piano pieces becomes a painting for itself, embracing all spheres in life. Very little about the painter and his works has been handed down to present day, which makes his music seemingly immortalized. Rarely has any classical work of music been as often interpreted as “Pictures at an Exhibition”. Ravel’s famous 1922 orchestral version is just one example, with Ravel being neither the first nor the last but indeed one of the most brilliant arrangers of this music. Following Ravel, musicians of different genres went on writing their own arrangements. In 1971, the British band “Emerson, Lake and Palmer” brought out their album of “Pictures at an Exhibition”, a progressive rock version. All these arrangements allow us to experience “Pictures at an Exhibition” from totally new perspectives. These pieces, which are so uncompromising in expression and so full of fantasy, seem to be something for you to touch.

Framed in Jazz

The Modern String Quartet is known for its dynamic search for new ways of expression. With more than thirty-five years of experience the quartet can draw on unlimited sources and has no hesitations to leave well-trodden paths. The Modern String Quartet’s interpretations of Bach’s “The Well-Tempered Clavier”, Stravinsky’s “The Rite of Spring”, Debussy’s “La Mer”, Händel’s “Water Music” as well as the quartet’s demanding versions of the Jazz Greats are all documented in numerous CD releases and have received worldwide attention. In the quartet’s unconventional interpretation of Mussorsky’s “ Pictures of an Exhibition”, individual pictures begin to groove while others open our ears to the underlying modernity and joy of experimentation. This “remake” has been inspired by Mussorgsky’s music and new original pictures. Framed in jazz, they transform the “exhibition” into an ever-changing promenade through various styles of music and add a precious wealth of color to this music. Without a doubt an orchestral performance has its qualities. However, PICTURES AT A NEW EXHIBITION is refreshingly different and can, therefore, captivate its audiences with its jazzy facets and exciting turns.

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– 2018/19 –
MODERN STRING QUARTET presents
THE RITE OF SWING
DUKE ELLINGTON – IGOR STRAVINSKY

THE RITE OF SWING
The African Stravinsky meets Igor Stravinsky

Duke Ellington wird gerne als der „African“ Stravinsky charakterisiert, der die Trennlinie zwischen Jazz und klassischer Musik aufgehoben hat. Stravinsky, ein Komponist, der von Ellingtons Musik hoch inspiriert war, und dessen Musik Ellington selbst bewundert hat, benutzte häufig typische Stilmerkmale des Jazz in seiner Musik. Er nahm Jazz sehr ernst und ging gerne dorthin, wo diese Musik zu hören war. Als der ultramoderne russische Komponist in den fünfziger Jahren New York besuchte, begab er sich als allererstes nach Harlem, um Duke Ellington’s großartige Jazz Symphonien im Cotton Club zu hören. „Wenn Musik ein Einfluss nachgewiesen werden kann, der einen beunruhigen soll, dann bin ich sicher, daß man Stravinsky´s `The Rite of Spring` emotionell viel aufregender finden wird, als ein langsames sauberes Arrangement von `Body and Soul` oder sogar eine schnelle Wiedergabe von `Tiger Rag´“, bemerkte Ellington. Stravinsky und Ellington blieben ihrer eigenen musikalischen Vision treu. Beide schufen neue Wege für alle folgenden Komponisten. Sie waren Konstrukteure, die Musik entlehnten, integrierten und neu harmonisierten. Und jeder verließ sich auf einen engen Mitarbeiter – Strayhorn für Ellington, Robert Craft für Stravinsky – um als Komponist zu wirken. Vor allem besaßen beide die Fähigkeit beinahe jedes musikalische Material in einen eigenen unverwechselbaren Stils umzugestalten.

Warum lieben Jazz Musiker und das Modern String Quartet ‘The Rite Of Spring’?

Besonders während und nach der Bebop Generation zog es die Musiker zu Stravinsky’s Werken hin. Es war nur eine Frage der Zeit bis das provozierende pulsierende „Rite“ direkt von Jazzmusikern interpretiert wurde. Bei Charlie Parker sind mehrere Stellen dokumentiert, wie er Passagen aus „The Rite of Spring“ und anderen Werken von Stravinsky in seinen Improvisationen zitierte. John Coltrane erzählt, daß es ihm als Kind Freude bereitet hat, Stravinsky zu hören, wenngleich das eine ganz andere Musik war wie die, mit der er aufwuchs. Ein hundert Jahre altes Ballett, von einem Russen für ein französisches Publikum komponiert, wurde so etwas wie ein Jazz Standard. Teile aus „The Rite of Spring“ wurden auf Schallplatte von Musikern wie Ornette Coleman in ihre Kompositionen eingefügt. Sein “Sleep Talk” übernimmt die berühmte Eröffnungsmelodie des Fagotts. 2011 führten „The Bad Plus“ das ganze Werk im Jazztrio auf. „The Rite“ und Jazz generell können als Vettern betrachtet werden. Ungefähr zeitgleich entstanden beide in den 1910er Jahren, stiessen zunächst auf Ablehnung, um dann den größten Einfluss auf die musikalische Entwicklung des 20. Jahrhunderts zu nehmen.
Das Modern String Quartet fasziniert an diesem visionären Wunderwerk die betörenden Motive, der pulsierende „Groove“, die dunklen, geheimnisvollen Akkorde und grellen, furchterregenden harmonischen Ausbrüche. Mit ihrer Bearbeitung von „The Rite of Spring“ wird der Versuch unternommen, eine Symbiose zwischen Stravinsky und Ellington herzustellen. Als Grenzgänger zwischen Klassik, Neuer Musik und Jazz werden diese Welten wie selbstverständlich miteinander verknüpft und in Stravinsky´s Werk integriert. So entsteht die Energie und Unmittelbarkeit dieses Opus Magnum auf eine ganz neue Art: The Rite of Swing.

Werke:
Duke Ellington: Take the A-Train
Duke Ellington: Caravan
Duke Ellington: In a sentimental mood
Duke Ellington: It don’t mean a thing, if it aint got that swing
Stevie Wonder: Sir Duke
Joerg Widmoser: hb.de (Happy Birthday Duke Ellington)
Igor Stravinsky: Le Sacre du printemps (Auszug)
Igor Stravinsky: Tango (1940)
Igor Stravinsky: Ragtime

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– 2016/17 –
MODERN STRING QUARTET presents
BACK TO THE FUTURE

Blickt man zurück auf das vergangene Jahrhundert, scheinen sich die Musikstile, so unterschiedlich ihre Herkunft ist, permanent aufeinander zu zu bewegen. Jazzer improvisierten über Themen von Bach und klassische Komponisten experimentierten mit der pulsiven Rhythmik der afro-amerikanischen Musik. Was beide Seiten von Beginn an auszeichnete, war der Wille zur Erneuerung, oder anders gesagt: die Obsession, Avantgarde zu sein.
In BACK TO THE FUTURE verschwimmen Begriffe wie Komposition und Arrangement zur Unfasslichkeit. Dabei geht es um Fragen der Originalität und nicht des Ursprungs. Der schöpferische Umgang mit Musik aus Vergangenheit und Gegenwart stellen für die Musiker des MSQ nichts Außergewöhnliches dar. Mit ihrem unverwechselbaren »Ton« schaffen Sie gleichsam ein neues Opus. Von Zeit zu Zeit kulminiert das Geschehen: Dann werden Elemente aus Jazz, Klassik, Minimal Music und Ethno mit Lichtgeschwindigkeit durch einen Kosmos aus rhythmischer Stringenz getrieben.
Ignition and lift off: BACK TO THE FUTURE ist eine Zeitreise in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Musik. Wobei die Musik dort ankommt, wo sie Duke Ellington schon immer sehen wollte: Am richtigen Ort, zur richtigen Zeit, mit den richtigen Leuten.

Part I > VANGUARD

(1935) SUMMERTIME George Gershwin / arr. Joerg Widmoser
(2000) NIAGARA Andreas Höricht
(1981) AU LAIT Pat Metheny / arr. Andreas Höricht
(1964) CANTALOUPE ISLAND Herbie Hancock / arr. Winfried Zrenner
(2014) LUX 40 Joerg Widmoser / inspired by Tallis Spem in alium

Part II < RENAISSANCE

(1913) SACRE DU PRINTEMPS Part 2,3,4 Igor Strawinsky / arr: Winfried Zrenner
(1815) ERLKÖNIG Franz Schubert / arr: Winfried Zrenner
(1722) PRAELUDIUM/FUGE C-MOLL Joerg Widmoser / inspired by Bachs Welltempered Clavier
(1791) MOZART Andreas Höricht / inspired by Mozarts Requiem
(1797) HOT FEVER Joerg Widmoser / inspired by Beethovens Variations about Une fièvre brulant

Programm – Back to the Future, Info als PDF-Datei

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MODERN STRING QUARTET presents
J.S. BACH: DAS WOHLTEMPERIERTE KLAVIER, TEIL 1 + Teil 2
(in der Fassung für Streichquartett von Joerg Widmoser)

Das Wohltemperierte Klavier ist eine Sammlung von Präludien und Fugen und ragt wie ein Denkmal über alles hinaus, was auf diesem Gebiet geschaffen wurde. Berühmte Komponisten hoben den Wert dieser Sammlung hervor: Mozart bearbeitete manche Fugen für Streichtrio und Streichquartett, Schumann sprach vom “Werk aller Werke” oder Wagner nannte das Präludium in cis-moll aus dem 1.Teil sein Lieblingsstück. Im 20. Jahrhundert schufen Hindemith mit Ludus Tonalis und Schostakowitsch mit 24 Präludien und Fugen moderne Zyklen nach dem Bachschen Vorbild.

„Immer, wenn ich beim Komponieren ins Stocken geriet, nahm ich mir das Wohltemperierte Klavier hervor, und sogleich sprossen mir wieder neue Ideen.“ Ludwig van Beethoven
Bisher war dieses außergewöhnliche Werk nur den Pianisten vorbehalten. Joerg Widmoser, Primarius des Modern String Quartet erstellte die Fassung für Streichquartett. Für den Kenner des Wohltemperierten Klaviers eröffnen sich ganz neue Welten!
Das Modern String Quartet spielt eine Auswahl von Präludien und Fugen aus Band 1, Band 2 oder kombiniert.

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MODERN STRING QUARTET presents
RHYTHM AND BLUES

Paris, 29. Mai 1913:
Unglaublicher Lärm erfüllt das Théatre des Champs-Elyses. Es kommt zu Handgreiflichkeiten, Ohrfeigen und Beleidigungen. Strawinsky flüchtet von seinem Platz in der fünften Reihe hinter die Kulissen. Als dann zu den Schlusstakten des „Sacre“ die Gendarmerie eintrifft, ist er bereits durch ein Fenster hinter der Bühne geflüchtet und spaziert etwas derangiert und desillusioniert durch die Straßen von Paris – eines der revolutionärsten Werke in der Musikgeschichte beginnt mit einem Skandal.

New York 14. Oktober 1930
Unter Begeisterungsstürmen leitet George Gershwin am Dirigentenpult die Premiere seines Musicals „Girl Crazy“, wo das Publikum die Geburtsstunde eines der meistgespielten Jazz- Standards „I Got Rhythm“ erlebt. Die Hymne aller Jazzverrückten, I Got Rhythm und Le Sacre Du Printemps, Strawinskys visionäres Wunderwerk haben eines gemeinsam – der Rhythmus steht auf Augenhöhe mit Melodie und Harmonie. Diese beiden Schlüsselwerke der Klassik und des Jazz dienen als Bezugspunkte und sind unser Bekenntnis zum Rhythmus. Blues ist die Wurzel der amerikanischen schwarzen Musik des 20.Jahrhunderts.

I Got Rhythm – You Got Music – We ́ve Got the Blues

Le Sacre du Printempsdient all jenen als Bezugspunkt, die für das, was Zeitgenössische Musik genannt wird, eine Geburtsurkunde ausstellen.BluPierrees Pierre Boulez
Der Blues existiert, seit die Welt existiert und ist die Geschichte von Mann und Frau. Der Beginn der Welt. Adam und Eva im Paradies.John Lee Hooker

BLUES MARCH Benny Golson / arr: Joerg Widmoser
MANTECA John Birks ‘Dizzy’ Gillespie / arr: Winfried Zrenner
I GOT RHYTHM George Gershwin / arr: Joerg Widmoser
PEACE Horace Silver / arr: Joerg Widmoser
aus SACRE DU PRINTEMPS Igor Stravinski / arr: Winfried Zrenner
MERCY MERCY MERCY Joe Zawinul / arr: Joerg Widmoser
PAUSE

WHAT YOU HEAR IS WHAT YOU GET Andreas Höricht
ALL BLUES Miles Davis / arr: Joerg Widmoser
UNCLE FONK Joerg Widmoser
SHE’S OUTRAGEOUS Tanja Maria/ arr: Joerg Widmoser
CANTALOUPE ISLAND Herbie Hancock / arr: Winfried Zrenner
FEVER Elvis Presley / arr: Andreas Höricht

Programm – Rhythm and Blues, Info als PDF-Datei

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– 2016/17 –
MODERN STRING QUARTET presents
WATERMUSIC

Als Antwort des Jazz auf Claude Debussys LA MER ist Herbie Hancocks Musik MAYDEN VOYAGE zu verstehen. Dieses Konzeptalbum machte ihn zum Jazz-Tondichter des Meeres: „Das Meer hat in allen Bereichen der Kunst vielfach die Fantasie kreativer Geister angeregt. Es existiert ein Mysterium zwischen dem Meer und seinen Bewohnern. Diese Musik versucht, die Gewalt und Majestät des Meeres einzufangen.“ Herbie Hancock
Das Modern String Quartet nimmt diese Idee als Inspirationsgrundlage wieder auf. Getragen von der imaginativen Kraft des Jazz entstehen rhythmische Strömungen, die das Blau erforschen. Bei dieser Expedition in die Welt des Wassers gerät Haendels WASSERMUSIK in das Auge eines Hurricanes und wird ins XXI. Jahrhundert geschleudert. BLUE NOTES reichern Debussys Harmonik an und aus einer ruhigen Melodielinie entwickeln sich in NIAGARA stürzende Tonkaskaden. Mississippi, Amazonas und Niger – old black muddy waters keep on rollin´ in der SUITE FOR A FLOATING MOOD bis sie den Weg zum blauen Meer finden. Bei einer Party auf CANTALOUPE ISLAND tanzen sogar die Delphine mit, während an Bord von Kurt Weills MY SHIP der Cool Jazz mit Gil Evans wieder auflebt, schliesslich Irving Berlin sich bei starkem Seegang die Frage stellt HOW DEEP IS THE OCEAN?, ungeachtet dessen die Kapelle Miles Davis ALL BLUES.
In diesem Wasser-Werk dominiert Blau. Wasser reagiert äußerst sensibel auf musikalische Schwingungen. Wasser wird hier auf vielfältige Weise hörbar gemacht. Das Publikum genießt das Ernsthafte und erhebt sich am Unterhaltenden in einer neuartigen Fusion von sogenannter U- und E-Musik – ein außergewöhnlicher Beitrag zum Jahr des Wassers der Vereinten Nationen.

Part I

DOLPHIN DANCE Herbie Hancock / arr. Joerg Widmoser
LA MER/REMIX Debussy/Zrenner
CANTALOUPE ISLAND Herbie Hancock/ Arr.: Winfried Zrenner
NIAGARA Andreas Höricht
MY SHIP Kurt Weill/ Arr.: Joerg Widmoser
SUITE FOR A FLOATING MOOD Joerg Widmoser

Part II

AN WASSERFLÜSSEN BABYLON J.S. Bach
AQUA MUSICA NOVA Händel/Höricht
HOW DEEP IS THE OCEAN Irving Berlin/ Arr.: Winfried Zrenner
WASSERSPIELE Joerg Widmoser
ALL BLUES Miles Davis/ Arr.:Joerg Widmoser

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– 2018/19 –
MODERN STRING QUARTET presents
THE RITE OF SWING
DUKE ELLINGTON – IGOR STRAVINSKY

THE RITE OF SWING
The African Stravinsky meets Igor Stravinsky

Ellington is characterized as an „African Stravinsky” who erased the color line between jazz and classical music. Stravinsky, a composer who was heavily inspired by Duke Ellington’s music and who’s music Ellington himself was an admirer of, frequently made use of jazz figures. He took jazz very seriously and went out, listened to it. When the ultramodern Russian composer visited New York in the 1950ties, the first thing he wanted to do was to chase up to Harlem and hear Duke Ellington’s magnifique jazz symphonies at the Cotton Club.„If music can be proved a neurotic influence then I´m certain you will find Stravinsky´s `The Rite of Spring` a great deal more exciting, emotionally, than a slow „rid“ arrangement of `Body and Soul` or even a fast rendition go `Tiger Rag´“ noticed Ellington. Stravinsky and Ellington were true to their own musical visions and both created new paths for all composers that have followed. They were assemblers who borrowed, incorporated and reharmonized music. And each relied on a close collaborator – Strayhorn for Ellington, Robert Craft for Stravinsky – to function as a composer. Most important, both were able to transform almost any available musical material through the power of an instantly recognizable style.

Why Jazz Musicians Love ‘The Rite Of Spring’?

The love for Stravinsky was often pronounced, especially during and following the bebop generation. It was only a matter of time until the challenging, pulsing „Rite“ was interpreted directly by jazz musicians. Charlie Parker is been documented quoting passages from „The Rite of Spring“ and other Stravinsky works multiple times. John Coltrane says he enjoyed listening to Stravinsky as a kid, even though it wasn’t anything like the other music he grew up with. A 100-year-old ballet, composed by a Russian for a French audience, has become something of a jazz standard. Igor Stravinsky’s orchestral score for „The Rite of Spring“ has been interpolated on record by musicians like Ornette Coleman. His “Sleep Talk” also borrows from the famous opening bassoon melody of The Rite. And The Bad Plus, of course, did the whole thing with a visual backdrop in 2011.

The Rite and jazz music at large can be seen as cousins. Roughly contemporaneous, both emerged in the 1910s, experienced their share of rejection and wound up among the most profoundly influential musical developments of the 20th century.

works:

Duke Ellington: Take the A-Train
Duke Ellington: Caravan
Duke Ellington: In a sentimental mood
Duke Ellington: It don’t mean a thing, if it aint got that swing
Stevie Wonder: Sir Duke
Joerg Widmoser: hb.de (Happy Birthday Duke Ellington)
Igor Stravinsky: Le Sacre du printemps (excerpts)
Igor Stravinsky: Tango (1940)
Igor Stravinsky: Ragtime

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– 2017/18 –
MODERN STRING QUARTET presents
BACK TO THE FUTURE

If you look back into the past century, it seems that the different music styles have continuously been coming closer and closer to each other, no matter what their origins are. Jazz musicians have improvised on themes by Bach while classical composers have experimented with the pulsating rhythms of the Afro-American music. From the beginning on, both sides have been driven by the intention to seek renewal in their music or, in other words, driven by the obsession to be avant-garde.
In BACK TO THE FUTURE terms such as composition and arrangement lose their distinctiveness while merging with each another. This is what leads to the question of originality and no longer of origin. The creative intermingling of both music from the past and the present is nothing unusual for the MSQ. With their unique “tone” they create, at the same time, a new opus. While this process culminates from time to time, elements from jazz, classical, minimal as well as ethno music are driven through a cosmos of rhythmic stringency at the speed of light.
Ignition and lift off: BACK TO THE FUTURE is a trip into the past, the present and the future of music. And this music will arrive at where Duke Ellington had always wanted it to: at the right place, at the right time, with the right people.

Part I > VANGUARD

(1935) SUMMERTIME George Gershwin / arr. Joerg Widmoser
(2000) NIAGARA Andreas Höricht
(1981) AU LAIT Pat Metheny / arr. Andreas Höricht
(1964) CANTALOUPE ISLAND Herbie Hancock / arr. Winfried Zrenner
(2014) LUX 40 Joerg Widmoser / inspired by Tallis Spem in alium

Part II < RENAISSANCE

(1913) SACRE DU PRINTEMPS Part 2,3,4 Igor Strawinsky / arr: Winfried Zrenner
(1815) ERLKÖNIG Franz Schubert / arr: Winfried Zrenner
(1722) PRAELUDIUM/FUGE C-MOLL Joerg Widmoser / inspired by Bachs Welltempered Clavier
(1791) MOZART Andreas Höricht / inspired by Mozarts Requiem
(1797) HOT FEVER Joerg Widmoser / inspired by Beethovens Variations about Une fièvre brulant

Programm – Back to the Future, Info als PDF-Datei

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MODERN STRING QUARTET presents
J.S. BACH: THE WELL-TEMPERED CLAVIER, PART 1
(Arrangement for string quartet by Joerg Widmoser)

Joerg Widmoser, 1st violinist of the Modern String Quartet, has arranged the cycle of 24 preludes and fugues for string quartet creating the possibility of this tremendous work to be performed with this instrumentation for the first time in history.
The preludes (originally using only 2 or 3 voices on the piano) were transformed to a four voice score to perfectly match the sound possibilities of a string quartet. Especially the polyphonic structure of Bach’s music becomes very clear with 4 instruments. The polyphony appears effortless and natural, due to, after all, the prudent work of Widmoser, which took him 5 years: only in some preludes the musical structure and rhythmic allocation are changed to suit the sound of the string quartet.

Praeludium 1, C-Dur, BWV 846
Fuga 1, a 4 Voci, C-Dur, BWV 846

Praeludium 2, c-Moll, BWV 847
Fuga 2, a 3 Voci, c-Moll, BWV 847

Praeludium 11, F-Dur, BWV 856
Fuga 11, a 3 Voci, F-Dur, BWV 856

Praeludium 12, f-Moll, BWV 857
Fuga 12, a 4 Voci, f-Moll, BWV 857

Praeludium 21, B-Dur, BWV 866
Fuga 21, a 3 Voci, B-Dur, BWV 866

Praeludium 8, es-Moll, BWV 853
Praeludium 7, Es-Dur, BWV 852

Praeludium 17, As-Dur, BWV 862
Fuga 18, a 4 Voci, gis-Moll, BWV 863

Praeludium 4, cis-Moll, BWV 849
Fuga 4, a 5 Voci, cis-Moll BWV 849

Praeludium 14, fis-Moll, BWV 859
Fuga 14, a 4 Voci, fis-Moll, BWV 859

Praeludium 24, h-Moll, BWV 869
Fuga 24, a 4 Voci, h-Moll, BWV 869

Praeludium 9, e-moll, BWV 855
Fuga 10, a 2 Voci, e-Moll BWV 855

Praeludium 20, a-Moll, BWV 865
Fuga 20, a 4 Voci, a-Moll, BWV 865

Praeludium 6, d-Moll, BWV 851
Fuga 5, a 4 Voci, D-Dur BWV 850

Praeludium 15, G-Dur, BWV 860
Fuga 15, a 3 Voci, G-Dur, BWV 860

Praeludium 16, g-moll, BWV 861
Fuga 16, a 4 Voci, g-moll, BWV 860

Programm – Das wohltemperierte Klavier, Info als PDF-Datei

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MODERN STRING QUARTET presents
RHYTHM AND BLUES

Paris, 29. Mai 1913:
Unglaublicher Lärm erfüllt das Théatre des Champs-Elyses. Es kommt zu Handgreiflichkeiten, Ohrfeigen und Beleidigungen. Strawinsky flüchtet von seinem Platz in der fünften Reihe hinter die Kulissen. Als dann zu den Schlusstakten des „Sacre“ die Gendarmerie eintrifft, ist er bereits durch ein Fenster hinter der Bühne geflüchtet und spaziert etwas derangiert und desillusioniert durch die Straßen von Paris – eines der revolutionärsten Werke in der Musikgeschichte beginnt mit einem Skandal.

New York 14. Oktober 1930
Unter Begeisterungsstürmen leitet George Gershwin am Dirigentenpult die Premiere seines Musicals „Girl Crazy“, wo das Publikum die Geburtsstunde eines der meistgespielten Jazz- Standards „I Got Rhythm“ erlebt. Die Hymne aller Jazzverrückten, I Got Rhythm und Le Sacre Du Printemps, Strawinskys visionäres Wunderwerk haben eines gemeinsam – der Rhythmus steht auf Augenhöhe mit Melodie und Harmonie. Diese beiden Schlüsselwerke der Klassik und des Jazz dienen als Bezugspunkte und sind unser Bekenntnis zum Rhythmus. Blues ist die Wurzel der amerikanischen schwarzen Musik des 20.Jahrhunderts.

I Got Rhythm – You Got Music – We ́ve Got the Blues

Le Sacre du Printemps dient all jenen als Bezugspunkt, die für das, was Zeitgenössische Musik genannt wird, eine Geburtsurkunde ausstellen. BluPierrees Pierre Boulez
Der Blues existiert, seit die Welt existiert und ist die Geschichte von Mann und Frau. Der Beginn der Welt. Adam und Eva im Paradies. John Lee Hooker

BLUES MARCH Benny Golson / arr: Joerg Widmoser
MANTECA John Birks ‘Dizzy’ Gillespie / arr: Winfried Zrenner
I GOT RHYTHM George Gershwin / arr: Joerg Widmoser
PEACE Horace Silver / arr: Joerg Widmoser
aus SACRE DU PRINTEMPS Igor Stravinski / arr: Winfried Zrenner
MERCY MERCY MERCY Joe Zawinul / arr: Joerg Widmoser
PAUSE

WHAT YOU HEAR IS WHAT YOU GET Andreas Höricht
ALL BLUES Miles Davis / arr: Joerg Widmoser
UNCLE FONK Joerg Widmoser
SHE’S OUTRAGEOUS Tanja Maria/ arr: Joerg Widmoser
CANTALOUPE ISLAND Herbie Hancock / arr: Winfried Zrenner
FEVER Elvis Presley / arr: Andreas Höricht

Programm – Rhythm and Blues, Info als PDF-Datei

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– 2016/17 –
MODERN STRING QUARTET presents
WATERMUSIC

Herbie Hancock’s music MAIDEN VOYAGE is a response of Jazz to Claude Debussy’s LA MER. This conceptual album qualified Hancock as the poetic Jazz composer of the sea: The sea has often stirred the imagination of creative minds involved in all spheres of art.”
The Modern String Quartet takes up this idea as a basis for inspiration. Rhythmic currents ride on the waves of the imaginative forces of Jazz, gaining a high quality of relaxation and exploring the Big Blue. During this expedition into the world of water, Haendel’s WATER MUSIC gets into the center of a hurricane and is projected into the 21st century. We hear Debussy’s harmonies enriched with BLUE NOTES. Mississippi, Amazonas and Niger – old black muddy waters keep on rollin´ in SUITE FOR A FLOATING MOOD until they find their way to the blue sea. In NIAGARA a quiet melodic line develops into falling cascades of tones. And even the dolphins are dancing at this party on CANTALOUPE ISLAND, while on board of Kurt Weills MY SHIP Cool Jazz with Gil Evans is reinvented, later Irving Berlin will ask HOW DEEP IS THE OCEAN?, and finally Miles Davis ALL BLUES shows the real meaning of the BLUE. The sounds of Steve Reich’s IT´S GONNA RAIN on tape create an awareness for minuscule details.
In this work of water Blue is dominating. Water reacts very sensitively to musical waves. Artistic use of optical effects makes those phenomenal reflections of musical waves visible. Reflections of light flood the stage, on which the four musicians move at the speed of dripping rhythms. Water is made audible in a multiple way. The audience enjoys the seriosity and the leisure in a new fusion of classical and modern music.

Part I

DOLPHIN DANCE Herbie Hancock / arr. Joerg Widmoser
LA MER/REMIX Debussy/Zrenner
CANTALOUPE ISLAND Herbie Hancock/ Arr.: Winfried Zrenner
NIAGARA Andreas Höricht
MY SHIP Kurt Weill/ Arr.: Joerg Widmoser
SUITE FOR A FLOATING MOOD Joerg Widmoser

Part II

AN WASSERFLÜSSEN BABYLON J.S. Bach
AQUA MUSICA NOVA Händel/Höricht
HOW DEEP IS THE OCEAN Irving Berlin/ Arr.: Winfried Zrenner
WASSERSPIELE Joerg Widmoser
ALL BLUES Miles Davis/ Arr.:Joerg Widmoser

Watermusic - Modern String Quartet

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